Cum-Ex-Skandal: Vier ehemalige Commerzbank-Mitarbeiter vor Gericht in Frankfurt

Im langjährigen Cum-Ex-Skandal hat die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft Anklage gegen vier ehemalige Mitarbeiter der Commerzbank erhoben. Wie die F.A.Z. und die Süddeutsche Zeitung berichten, geht es um mutmaßlich rechtswidrige Aktiengeschäfte aus dem Jahr 2008, durch die der Staat nach Schätzungen um mehr als 20 Millionen Euro geschädigt wurde.

Die Ermittlungen dauerten Jahre. Die Spur der Geschäfte führt laut F.A.Z. von Frankfurt bis nach London, was die Komplexität der internationalen Finanztransaktionen unterstreicht. Den Angeklagten wird vorgeworfen, durch synthetische Dividendenhandel Steuern hinterzogen zu haben – eine Praxis, die mittlerweile als kriminell gilt.

Die Commerzbank, damals wie heute eine der größten Banken Deutschlands, distanziert sich von den Handlungen der ehemaligen Mitarbeiter. In einer Stellungnahme betonte das Institut, dass es seit Jahren eng mit den Ermittlungsbehörden kooperiere und interne Kontrollen verschärft habe.

Das Verfahren vor dem Frankfurter Arbeitsgericht könnte zu einem weiteren Aufreger im Rahmen der Cum-Ex-Affäre werden, die bereits mehrere Banken und Finanzinstitute in Deutschland erschüttert hat. Beobachter erwarten, dass der Prozess Einblicke in die damaligen Strukturen der Steuerumgehung gewähren wird.

Quellen: FAZ Online, Süddeutsche Zeitung