Die Stadt Darmstadt plant, die Drogenszene im Herrngarten künftig räumlich zu bündeln, um die Belastung für Anwohner und Besucher zu verringern. Im Stadtpark treffen sich seit Jahren suchtkranke Menschen, was immer wieder zu Konflikten in der Nachbarschaft führt. Nun will der Magistrat mit einem gezielten Aufenthaltsort für Betroffene entgegenwirken und gleichzeitig die öffentliche Ordnung verbessern.
Der vorgeschlagene „Aufenthaltsort“ soll Suchende an einen definierten Bereich lenken, wo sie unter professioneller Begleitung versorgt werden können. Über die Einrichtung offizieller Konsumräume wird in der Stadtverwaltung noch beraten. Kritiker befürchten, dass eine solche Maßnahme die Drogenszene institutionalisieren könnte, Befürworter sehen darin einen Schritt hin zu mehr Sicherheit und humaner Drogenpolitik.
Die Diskussion um den Herrngarten spiegelt eine bundesweite Debatte wider: Wie kann mit offener Drogenszene in städtischen Räumen umgegangen werden? Darmstadt sucht nun einen Mittelweg zwischen Repression und Fürsorge. Die endgültige Entscheidung über das Konzept soll in den kommenden Wochen im Stadtparlament fallen.
Quellen: FAZ Online