Maisfeld-Labyrinth in Klütz zeigt Silhouette des Schriftstellers Uwe Johnson

Im kleinen Ort Klütz in Mecklenburg-Vorpommern ist am Montag ein besonderes kulturelles Highlight eröffnet worden: Ein Maisfeld-Labyrinth, das die charakteristische Silhouette des bedeutenden deutschen Schriftstellers Uwe Johnson darstellt. Das Projekt wurde vom Literaturhaus Klütz initiiert und soll Literaturinteressierte ebenso ansprechen wie Touristen auf der Suche nach außergewöhnlichen Erlebnissen in der Natur.

Uwe Johnson, 1924 im pommerschen Kammin (heute Polen) geboren, verbrachte Teile seiner Kindheit in Mecklenburg und gilt als eine prägende literarische Stimme des 20. Jahrhunderts. Mit Werken wie „Jahrestage“ hat er die deutsch-deutsche Geschichte literarisch verarbeitet. Das Maisfeld-Labyrinth greift nun seine ikonische Profilansicht auf – sichtbar aus der Luft oder von erhöhten Aussichtspunkten – und macht ihn so zu einer lebendigen Figur der Landschaft.

Das Projekt verbindet regionale Identität mit künstlerischer Kreativität und soll auch zur Stärkung des ländlichen Tourismus beitragen. Besucher können das Labyrinth begehen, Informationen über Johnsons Leben und Werk entdecken und die Verbindung zwischen Literatur und Landschaft erleben. „Es geht darum, Literatur sichtbar und erfahrbar zu machen – mitten im Grünen, fernab von Museen und Bibliotheken“, so die Initiatorin des Literaturhauses.

Das Maisfeld wird voraussichtlich bis Ende September begehbar sein. Danach wird die Ernte eingefahren, doch die Organisatoren erwägen, das Projekt in Zukunft mit wechselnden literarischen Figuren fortzusetzen. Damit könnte Klütz zu einem festen Punkt im kulturellen Kalender Mecklenburg-Vorpommerns werden.

Quellen: FAZ Online