Die Deutsche Bahn erwägt ein bundesweites Alkoholverbot an allen Bahnhöfen, um Gewaltvorfälle und Belästigungen zu reduzieren. Hintergrund ist die zunehmende Zahl an Konflikten, an denen alkoholisierte Personen beteiligt sind. Hamburg spielt bei dieser Initiative eine Vorreiterrolle: Seit Einführung des Alkoholverbots am Hauptbahnhof und weiteren zentralen Knotenpunkten der Stadt hat sich die Sicherheitslage deutlich verbessert.
Wie aus internen Bahn-Statistiken hervorgeht, sank die Zahl der polizeilichen Interventionen im Hamburger Bahnhofsumfeld um über 40 Prozent innerhalb eines Jahres nach Einführung der Maßnahme. Mitarbeiter der DB Station&Service berichten von selteneren verbalen und körperlichen Übergriffen, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden. Auch die Bundespolizei vor Ort bestätigt eine Entspannung der Lage.
Die Erfahrungen aus Hamburg werden nun in die nationale Strategie der Deutschen Bahn einfließen. Geplant ist eine schrittweise Einführung des Verbots, begleitet von Aufklärungskampagnen und verstärkter Präsenz von Sicherheitspersonal. Kritik kommt jedoch von Bürgerrechtlern, die vor einer Kriminalisierung von Randgruppen warnen. Die Bahn betont jedoch, dass es nicht um pauschale Bevormundung, sondern um Schutz und Ordnung im öffentlichen Raum gehe.
Quellen: ARD Tagesschau – Inland (DE, 21.07.2026 08:34)