Direktzug von Frankfurt in den Osten Europas: Neuer Fernverkehr ohne Umstieg nach Polen

Seit Ende Juni verkehrt ein neuer Direktzug zwischen Frankfurt am Main und Ostpolen, der ab dem 31. Juli 2026 ohne Umstieg auf Busse weiterfährt. Die Verbindung, betrieben von LEO Express, hält unter anderem in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen und ermöglicht erstmals eine durchgehende Schienenreise von Hessen in den Osten Europas – inklusive Liegewagen für komfortables Reisen über Nacht.

Bisher mussten Reisende in der polnischen Region auf Busse umsteigen, was die Attraktivität der Strecke deutlich minderte. Durch die neue Durchbindung wird die Reisezeit verkürzt und der Komfort gesteigert. Die Bahnverbindung soll vor allem Pendler, aber auch Touristen und grenzüberschreitende Geschäftsreisende ansprechen. Der Zug hält insgesamt zehn Mal in Mitteldeutschland, bevor er die polnische Grenze erreicht.

Die Einführung der direkten Verbindung wird als Signal für eine stärkere Vernetzung Mittel- und Osteuropas gewertet. Hessen profitiert dabei als wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Der Frankfurter Hauptbahnhof gewinnt damit weiter an Bedeutung als internationale Drehscheibe – nicht nur im Luft- sondern zunehmend auch im Schienenverkehr. Die Deutsche Bahn begrüßt die Initiative als sinnvolle Ergänzung zum Fernverkehrsangebot, insbesondere für Reisende ohne Auto.

Quellen: MDR – Nachrichten, MDR – Deutschland