Die marode Budapester Brücke in Dresden steht vor einer entscheidenden Prüfung: Seit heute wird sie einem intensiven dreitägigen Belastungstest unterzogen, um ihre strukturelle Integrität zu bewerten. Die Brücke, die seit Jahren aufgrund von Schäden nur eingeschränkt nutzbar ist, verbindet wichtige Stadtteile und spielt eine zentrale Rolle im Dresdner Verkehrsnetz.
Während des Tests wird die Konstruktion mit schweren Fahrzeugen belastet, um Rückschlüsse auf ihre Tragfähigkeit zu ziehen. Ingenieure messen dabei Deformationen, Vibrationen und Materialverhalten an kritischen Stellen. Die Daten sollen Aufschluss darüber geben, ob die Brücke unter Auflagen weiterhin für den Autoverkehr freigegeben werden kann oder ob ein komplettes Fahrverbot droht.
Die Budapester Brücke stammt aus DDR-Zeiten und weist erhebliche Beton- und Bewehrungsschäden auf. Zuletzt wurde sie bereits saniert, doch die strukturellen Probleme bleiben. Eine dauerhafte Sperrung hätte erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr, insbesondere für Pendler zwischen Blasewitz und dem Stadtzentrum. Die Bürgerinitiativen fordern seit Jahren einen schnellen Umbau oder Neubau.
Die Stadt Dresden betont, dass alle Szenarien geprüft würden – von temporärer Öffnung bis hin zur vollständigen Schließung. Die endgültige Entscheidung soll nach Abschluss der Messungen und Auswertung der Daten getroffen werden. Ein Termin für die Bekanntgabe der Ergebnisse steht noch nicht fest.
Quellen: MDR – Nachrichten