Drohne mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig entdeckt: Generalstaatsanwaltschaft ermittelt

Am frühen Mittwochmorgen hat sich ein schwerer Zwischenfall am Flughafen Leipzig/Halle ereignet. Eine Drohne mit einer Sprengladung wurde in der Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeugs sichergestellt. Wie die Polizei bestätigte, entdeckte ein Sicherheitsmitarbeiter das Gerät auf dem Rollfeld. Die Sprengvorrichtung wurde von Spezialkräften vor Ort entschärft.

Die Generalstaatsanwaltschaft hat daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Luftverkehrs und versuchter schwerer Sachbeschädigung eingeleitet. Ein politisches Motiv kann nach Angaben der Behörden nicht ausgeschlossen werden. Der Vorfall ereignete sich unmittelbar vor dem Start einer Antonov-Maschine, die für Frachttransporte genutzt wird.

Der Flughafenbetrieb war in der Nacht erheblich beeinträchtigt. Vor allem der Frachtverkehr musste zeitweise ausgesetzt werden. Laut MDR gab es mehrere umgeleitete Flüge und erhebliche Verzögerungen. Der Vorfall löste eine umfassende Sicherheitsreaktion aus, einschließlich eines Großeinsatzes von Polizei und Entschärfungskommando.

Der Terrorismusexperte Holger Schmidt äußerte sich in einer ersten Einschätzung besorgt: „Ein solcher Angriff auf eine Luftfahrtinfrastruktur ist extrem gefährlich und zeigt ein neues Bedrohungsniveau.“ Auch die Bundespolitik reagiert: Die Grünen-Verteidigungspolitikerin Sara Nanni sprach von einem „Vorgehen, was wir bisher nur aus Krieg kannten“, und forderte eine klare Reaktion, falls ein Zusammenhang mit staatlichen Akteuren nachgewiesen werde.

Quellen: ZDF Heute – Nachrichten, MDR – Nachrichten, ntv – Nachrichten, FAZ Online, Welt Online