Drohnenanschlag in Leipzig: Sprengstoffdrohne neben munitionsbeladener Frachtmaschine entdeckt

Am Flughafen Leipzig/Halle hat sich ein schwerer Sicherheitsvorfall ereignet: Eine mit Sprengstoff bestückte Drohne wurde entdeckt, was bundesweit für Alarm sorgt. Wie aus einem Bericht hervorgeht, stand die Drohne in unmittelbarer Nähe zu einer Frachtmaschine, die nach Informationen von ntv mit Munition für den Nachschub in die Ukraine beladen war. Dies deutet darauf hin, dass der Anschlagsversuch möglicherweise gezielt militärische Logistikziele im Zusammenhang mit der Ukraine-Hilfe treffen sollte.

Die Polizei ermittelt derzeit nicht nur wegen des Fundes der Sprengstoffdrohne, sondern sucht auch nach einem zweiten unbemannten Flugobjekt, das möglicherweise ebenfalls am Vorfall beteiligt war. Experten bezeichnen den Vorfall als besorgniserregende Eskalation. Die Sicherheitsexpertin Ulrike Franke sagte im MDR, dass Deutschland bei der Drohnenabwehr noch nicht gut genug sei und dringend nachgebessert werden müsse.

Die Entdeckung löste eine breite politische Debatte aus. Die Grünen fordern eine schnelle Sitzung des Sicherheitsrates sowie Beratungen auf NATO-Ebene. Die FDP kritisierte ein „Zuständigkeitsgerangel“ zwischen den Behörden. Der Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe warnte, dass auch andere kritische Infrastrukturen wie Häfen ähnlich verwundbar seien und der Bund den Schutz von Häfen auf das Niveau von Flughäfen heben müsse.

Der Flughafen Leipzig/Halle ist ein zentraler Logistik-Drehkreuz in Mitteldeutschland und spielt eine wichtige Rolle im europäischen Frachtverkehr. Die genauen Hintergründe und die Identität der Täter sind weiterhin unklar. Die Ermittlungen dauern an.

Quellen: ntv – Nachrichten, MDR – Nachrichten, Der Tagesspiegel, ARD Tagesschau – Inland, MDR – Deutschland, Welt Online