In Berlin wächst der Druck auf den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner. Nach mehreren Ungereimtheiten in seinem Krisenmanagement, insbesondere im Zusammenhang mit dem Stromausfall im Januar, sehen sich Wegner und die CDU zunehmend kritischen Stimmen gegenüber. Christian Miele, ein Mitglied der Berliner CDU und Unternehmer, äußerte sich besorgt über die Vertrauenskrise, die Wegner ausgelöst hat. „Was hier vorliegt, ist der planvolle Versuch, uns alle für dumm zu verkaufen“, sagte Miele.
Die CDU hat daher für Freitag eine Krisensitzung einberufen, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Unter den Parteikollegen gibt es Stimmen, die Wegner zum Rückzug auffordern, da die anstehenden Wahlen im September näher rücken. Die Unruhe innerhalb der Partei könnte sich als schädlich für die Wahlen herausstellen, wenn die Führung nicht bald ihre Glaubwürdigkeit zurückgewinnt.
Die Situation wird durch die ständigen Berichte über Wegners Umgang mit der Krise weiter angeheizt. Auch die Junge Union, die Jugendorganisation der CDU, hat sich gegen Wegner positioniert und sieht die Notwendigkeit für einen Neuanfang. Am Freitag wird sich zeigen, wie die Partei auf diese Herausforderungen reagiert und ob Wegner weiterhin die Unterstützung seiner Partei genießen kann.
Quellen: Welt Online, T-Online Nachrichten