Elisabeth Pähtz boykottiert Schachgipfel in Dresden wegen ungleicher Bezahlung

Elisabeth Pähtz, die erfolgreichste deutsche Schachspielerin in der Geschichte, hat den Schachgipfel in Dresden boykottiert. Grund ist die eklatante Ungleichheit beim Preisgeld: Während die männlichen Teilnehmer um deutlich höhere Summen spielen, erhalten die Frauen nur einen Bruchteil. Pähtz bezeichnet dies als inakzeptabel und diskriminierend.

„Es ist 2026, und immer noch wird Frauenleistung im Schach systematisch unterbewertet“, erklärte Pähtz in einer Stellungnahme. „Ich spiele nicht mit, solange nicht gleiche Bedingungen herrschen.“ Ihre Entscheidung hat Wellen in der Schachszene und darüber hinaus geschlagen. In sozialen Medien und Sportforen wird intensiv über Fairness und Gleichberechtigung diskutiert.

Der Schachgipfel in Dresden gilt als eine der wichtigsten Veranstaltungen des Jahres im deutschen Schachkalender. Die Organisatoren verteidigen die Preisgeldunterschiede mit traditionellen Zuschauerzahlen und Sponsoreneinnahmen, räumen aber ein, dass eine Reform dringend nötig sei. „Wir nehmen die Kritik ernst“, sagte ein Sprecher des Veranstaltungskomitees.

Frauenverbände und Gleichstellungsbeauftragte in Sachsen begrüßten Pähtz’ Protest. „Es braucht solche mutigen Schritte, um Strukturen zu verändern“, sagte die sächsische Landesgleichstellungsbeauftragte. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die noch immer bestehenden Hürden für Frauen im Spitzensport – auch in sächsischen Sportverbänden.

Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 27.07.2026 17:12)