Sachsener gedenken Opfer des CSD-Anschlags in Berlin – Unsicherheit vor bevorstehenden Umzügen

Die queere Gemeinschaft in Sachsen sowie ihre Unterstützer haben am Samstag die Opfer des Anschlags auf den CSD-Umzug in Berlin gedacht. Der Angriff, bei dem ein Mensch getötet und mehrere verletzt wurden, hat auch in Sachsen tiefe Betroffenheit und Angst ausgelöst. Augenzeugen aus sächsischen Städten, die an dem Berliner Umzug teilgenommen hatten, berichteten von einem plötzlichen Umschlag der Stimmung – vom Feiern zur Panik.

„Es war ein Gefühl von Chaos, unsäglicher Angst und tiefer Trauer“, beschreibt eine Dresdnerin, die anonym bleiben möchte, die Szenerie in Berlin. Auch in Dresden, Leipzig und Chemnitz wurden spontane Gedenkstunden organisiert. Regenbogenfahnen hängen an öffentlichen Gebäuden, und Aktivist:innen rufen zu verstärkter Solidarität auf.

Die Sicherheit künftiger CSD-Veranstaltungen in Sachsen steht nun im Fokus. Die Organisatoren der anstehenden CSD-Demonstrationen in Leipzig (August) und Dresden (September) beraten derzeit mit den Behörden über verstärkte Schutzmaßnahmen. Die Polizei hat angekündigt, Präsenz und Sicherheitskonzepte an allen geplanten Umzügen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

„Wir lassen uns nicht einschüchtern, aber wir dürfen die Sicherheit nicht aufs Spiel setzen“, betonte ein Sprecher des Leipziger CSD-Komitees. Gleichzeitig wurde betont, dass die Demonstrationen für Vielfalt, Toleranz und Menschenrechte stehen – Werte, die durch Gewalt nicht kleinzukriegen seien.

Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 27.07.2026 17:47), MDR – Nachrichten (DE, 27.07.2026 17:33)