Hunderte Eltern, Kinder und Erzieher haben am Mittwoch vor dem Brandenburger Landtag in Potsdam gegen das geplante Kita-Finanzierungsgesetz demonstriert. Die Protestierenden kritisieren, dass die Pläne der Landesregierung zu höheren Elternbeiträgen, teurerem Kita-Essen und kürzeren Betreuungszeiten führen könnten. Das neue Gesetz, das im Zuge von Haushaltseinsparungen erarbeitet wurde, stößt auf massive Kritik aus der Praxis.
„Wir wollen keine Kita für Wenige, sondern eine gute Betreuung für alle“, skandierten die Demonstranten. Mit kreativen Schildern, Plakaten und Kinderliedern machten sie auf ihre Sorgen aufmerksam. Viele betonten, dass die geplanten Kürzungen vor allem Familien mit geringem Einkommen treffen würden. Auch Sozialverbände und Gewerkschaften unterstützten den Protest und warnten vor einer Verschlechterung der Betreuungsqualität.
Das Statistische Landesamt hatte erst kürzlich Zahlen veröffentlicht, nach denen die Zahl der Kinder in Kitas in Brandenburg sinkt – eine Folge des demografischen Wandels. Dennoch sehen Experten keinen Grund, die Qualität der Betreuung zu verringern. Die Landesregierung argumentiert, dass Anpassungen notwendig seien, um den Haushalt zu stabilisieren. Die Entscheidung über das Gesetz steht noch aus.
Quellen: Der Tagesspiegel (DE, 03.09.2026 13:12), Der Tagesspiegel (DE, 03.09.2026 12:51), Der Tagesspiegel (DE, 03.09.2026 12:37), Der Tagesspiegel (DE, 03.09.2026 10:00)