Potsdamer Kreativquartier für 120 Millionen Euro eröffnet – viel Leerstand und neue Innenstadtverbindung

Im Herzen Potsdams hat am Mittwoch das neue Kreativquartier feierlich eröffnet. Das 120-Millionen-Euro-Bauvorhaben umfasst moderne Büroflächen, Ateliers, Veranstaltungsräume und gastronomische Angebote. Der Komplex soll als Impulsgeber für die lokale Wirtschaft und die kreative Szene dienen. Dennoch bleibt ein Großteil der Flächen vorerst ungenutzt: Laut Stadtangaben sind erst einige Mieter eingezogen, darunter kleine Start-ups, Künstlerkollektive und ein Coworking-Space.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist eine neue öffentliche Fußgängerpassage, die die Lange Brücke mit der Brandenburger Straße verbindet. Diese Abkürzung entlastet die umliegenden Straßen und macht die Innenstadt für Besucher attraktiver. Stadtplaner loben die architektonische Integration des Quartiers in das historische Stadtbild – mit Glasfassaden, begrünten Innenhöfen und barrierefreiem Zugang.

Die Eröffnung wurde von einem kulturellen Rahmenprogramm begleitet: Mit Lesungen, Konzerten und offenen Ateliers luden die Veranstalter zur Entdeckung des neuen Stadtquartiers ein. Kritiker bemängeln jedoch, dass die hohe Bauweise und die noch fehlende Mieterdichte das Flair der Flaniermeile beeinträchtigen könnten. Die Stadt hofft, dass sich das Viertel im Laufe der kommenden Monate belebt und als neues Zentrum der Kreativwirtschaft etabliert.

Quellen: Der Tagesspiegel (DE, 03.09.2026 11:55), Der Tagesspiegel (DE, 03.09.2026 09:53)