Endometriose-Zentrum in Potsdam schließt – Proteste und Sorge bei Betroffenen

Das Ende der gynäkologischen Abteilung am Josefskrankenhaus in Potsdam bedeutet auch das Aus für das regionale Endometriose-Zentrum. Für viele betroffene Frauen in Brandenburg ist dies ein schwerer Rückschlag, da spezialisierte Behandlungen nun deutlich schwerer zugänglich sein werden. Endometriose, eine chronische Erkrankung, bei der Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst, erfordert langfristige, fachärztliche Betreuung – die angesichts der Schließung nun gefährdet ist.

Die Entscheidung löste bereits Proteste von Patientinnen und medizinischem Personal aus. Viele kritisieren, dass die Schließung ohne ausreichende Planung eines Ersatzangebots erfolgt. Die Klinikleitung begründet den Schritt mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Personalmangel. Dennoch wirft die Entwicklung Fragen zur Versorgungsqualität im Gesundheitswesen Brandenburgs auf, insbesondere im Bereich der frauenmedizinischen Spezialversorgung.

Lokale Initiativen fordern nun, dass die Landesregierung rasch alternative Strukturen schafft oder bestehende Zentren ausbaut. Bislang gibt es jedoch keine konkreten Ankündigungen, wo die Lücke geschlossen werden soll. Für viele Betroffene bleibt daher Unsicherheit, ob sie weiterhin zeitnah Diagnosen und Therapien erhalten können.

Quellen: Der Tagesspiegel