Erneute Walsichtung in der Ostsee vor Mecklenburg-Vorpommern

Nach der ungewöhnlichen Sichtung eines Wales im Hafen der Hansestadt Wismar Anfang der Woche meldeten die zuständigen Naturschutzbehörden von Mecklenburg-Vorpommern eine erneute Beobachtung des Meeressäugers – diesmal in der offenen Ostsee. Das Tier wurde demnach von einem Forschungsschiff aus in Küstennähe gesichtet, südöstlich der Darßhalbinsel. Die genaue Art des Wals sowie sein Gesundheitszustand konnten bisher nur eingeschränkt beurteilt werden.

Ob es sich bei dem aktuellen Sichtungsbericht um denselben Wal handelt, der Anfang der Woche in Wismar beobachtet wurde, ist laut Umweltministerium noch nicht abschließend geklärt. Expert:innen vermuten jedoch, dass es sich um ein und dasselbe Tier handeln könnte, da die zeitliche und räumliche Nähe der Ereignisse auffällig sei. Die Behörden betonen, dass Wale in der südlichen Ostsee extrem selten sind, und solche Sichtungen daher besondere wissenschaftliche Aufmerksamkeit erregen.

Das Auftauchen des Wales in einem geschützten Binnenhafen wie Wismar hatte zuvor große mediale Aufmerksamkeit ausgelöst und zu Diskussionen über mögliche Ursachen geführt – etwa veränderte Nahrungsverfügbarkeit, Schiffsverkehr oder Klimafaktoren. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, im Falle weiterer Sichtungen Abstand zu halten und Beobachtungen an das zuständige Meeresmonitoring zu melden, um das Tier nicht zu stressen.

Ein Einsatzteam der Küstenwache und mehrere Meeresbiologen aus der Universität Rostock befinden sich laut Ministerium in Bereitschaft, um bei Bedarf näher an das Tier heranzukommen und gegebenenfalls medizinische oder Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Bislang gehe das Tier jedoch aktiv und ohne offensichtliche Verletzungen durch das Wasser, was Hoffnung auf eine natürliche Rückkehr in tiefere Gewässer wecke.

Quellen: Der Tagesspiegel