Die Sicherheitsbehörden in Hessen reagieren mit erhöhter Wachsamkeit auf den jüngsten Anschlag auf die Christopher Street Day (CSD)-Parade in Berlin. Wie der aktuelle Verfassungsschutzbericht des Landes zeigt, nimmt die Zahl der registrierten Extremisten in Hessen zwar leicht ab, doch ihre Handlungen werden zunehmend aggressiver und gewaltbereiter. Dies führt dazu, dass geplante CSD-Veranstaltungen und andere öffentliche Demonstrationen in Städten wie Frankfurt, Wiesbaden und Kassel nun intensiver überwacht und abgesichert werden.
Insbesondere der Anschlag in Berlin hat bei den hessischen Behörden Alarm ausgelöst. Der Innenminister des Landes hat bereits Gespräche mit den Organisatoren der anstehenden CSD-Paraden in Hessen geführt, um Sicherheitskonzepte zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Dazu gehören verstärkte Polizeipräsenz, mobile Kontrollen und enge Abstimmung mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz.
Auch die Organisatoren begrüßen die Maßnahmen, betonen jedoch, dass die Paraden weiterhin friedlich und inklusiv bleiben sollen. „Wir wollen keine Angst haben, aber wir wollen auch sicher sein“, sagte eine Sprecherin der Frankfurter CSD-Bewegung. Die Behörden versicherten, dass die Balance zwischen Sicherheit und Meinungsfreiheit gewahrt bleiben müsse. Dennoch werde man „jede Bedrohung ernst nehmen und präventiv handeln“, so ein Sprecher der hessischen Polizei.
Quellen: FAZ Online