Erste Panne bei der Berlin-Wahl: Grünen-Kandidat Graf fordert Moratorium für Verkehrsprojekte

Wenige Wochen vor der anstehenden Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat eine formale Panne für Unmut gesorgt: Auf offiziellen Wahllisten wurde der Name des grünen Spitzendkandidaten Daniel Graf fälschlicherweise als „Graff“ geschrieben. Die Fehler tauchten vor allem in Briefwahlunterlagen auf, wie aus Kreisen der Landeswahlleitung bekannt wurde. Graf selbst zeigte sich verärgert, betonte aber, dass es nun vor allem darum gehe, das Vertrauen in den demokratischen Prozess zu stärken.

Neben der organisatorischen Unstimmigkeit nutzte Graf die Aufmerksamkeit, um sein politisches Profil zu schärfen. Er forderte ein vorübergehendes Moratorium für alle umstrittenen Verkehrsprojekte in der Stadt, darunter den geplanten Ausbau der A100 und neue Autobahnanbindungen. Stattdessen solle Berlin verstärkt auf den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und sichere Radwege setzen. „Wir brauchen keine weiteren Betonkolossen, sondern eine Mobilitätswende, die für alle sicher und klimafreundlich ist“, so Graf.

Auch die Wohnungsnot bleibt ein Top-Thema im Wahlkampf. Interessant ist dabei ein neuer Aspekt: Selbst die Polizeihunde der Berliner Polizei leiden unter der angespannten Lage. Aufgrund des Wohnraummangels fehlt es an geeigneten Unterkünften, um die Diensthunde in der Nähe ihrer Hundeführer unterzubringen – ein Symptom für die tiefgreifenden Folgen der Wohnkrise.

Quellen: Der Tagesspiegel