In einem kleinen Ort in Hessen steht eine mittelalterliche Burgruine, die jahrzehntelang vor sich hin verfiel – bis Familie Liss das benachbarte Fachwerkhaus kaufte und beschloss, mehr zu tun, als nur ihren eigenen Hof instand zu setzen. Stattdessen wagten sie sich an die Sanierung der historischen Ruine heran, die direkt an ihr Grundstück grenzt. Über Jahre investierten sie Zeit, Kraft und rund 200.000 Euro in das Projekt, oft mit Hilfe lokaler Handwerker und ehrenamtlicher Helfer.
Die Behörden waren zunächst skeptisch, doch dank behördlicher Genehmigungen und fachgerechter Planung konnte die Arbeit fortgesetzt werden. Heute ist die Burg nicht nur sicher gesichert, sondern auch teilweise begehbar. Öffentliche Führungen und kleine Kulturveranstaltungen finden bereits statt. Das Land Hessen zeichnete die Familie nun für ihr außergewöhnliches Engagement im Denkmalschutz aus.
„Wir waren extrem naiv am Anfang“, sagt ein Familienmitglied rückblickend. Doch gerade diese Naivität habe ihnen die nötige Energie gegeben, Hindernisse zu überwinden. Experten loben das Projekt als vorbildlich für private Initiativen im Bereich Kulturerhalt. Auch andere Kommunen in Hessen erwägen nun, ähnliche Modelle zur Rettung historischer Bausubstanz zu fördern. Die Burgruine, einst vergessen, ist heute wieder ein Symbol regionaler Identität.
Quellen: ntv – Nachrichten