Ein schwerer Rückschlag für die Mobilitätswende in Potsdam: Der lokale Verkehrsbetrieb hat den Vertrag mit dem niederländischen Bushersteller Ebusco offiziell gekündigt. Eigentlich sollten 23 vollelektrische Busse aus den Niederlanden geliefert werden, um die Umstellung auf einen emissionsfreien ÖPNV voranzutreiben. Doch die Fahrzeuge trafen trotz Fälligkeit nicht ein.
Das sogenannte Fiasko zieht sich bereits über Monate. Zahlreiche Liefertermine wurden verschoben, bis schließlich klar wurde, dass eine pünktliche Auslieferung nicht mehr realistisch ist. Hintergrund sind offenbar Produktionsprobleme bei Ebusco, die auch andere europäische Städte betreffen. Für Potsdam bedeutet dies jedoch eine erhebliche Planungsunsicherheit, da die neuen E-Busse zentral im strategischen Ausbau des nachhaltigen Nahverkehrs vorgesehen waren.
Der Verkehrsbetrieb sucht nun nach Alternativen und prüft kurzfristig verfügbare Modelle anderer Hersteller. Gleichzeitig wird geprüft, ob Schadensersatzansprüche gegen Ebusco geltend gemacht werden können. Die Kündigung unterstreicht die Herausforderungen bei der Beschaffung grüner Technologien – gerade dann, wenn sie von internationalen Zulieferern abhängen.
Quellen: Der Tagesspiegel