In Frankfurt wird ein neues Mahnmal für den Naturschutz entstehen: Auf dem Merianplatz soll eine Skulptur aus Blech errichtet werden, die einen abgestorbenen Baumstumpf darstellt. Sie erinnert an mehrere Platanen, die nach einer vorsätzlichen Giftattacke abgestorben waren. Die Entscheidung fiel nach monatelangen Diskussionen zwischen Anwohnern, Umweltgruppen und der Stadtverwaltung.
Die Mehrheit der beteiligten Bürger*innen sprach sich für die künstlerische Lösung einer Auszubildenden aus, die die Skulptur konzipiert hat. Das Werk soll nicht nur Trauer ausdrücken, sondern auch zur Reflexion über den Umgang mit städtischem Grün anregen. Der Baumstumpf wird maßstabsgetreu gefertigt und direkt an der Stelle platziert, an der die Bäume einst standen.
Die Stadt hofft, dass das Denkmal als Impuls für mehr Bewusstsein für urbane Ökosysteme wirkt. Auch in anderen Teilen Hessens wird seit Jahren über den Schutz alter Bäume diskutiert – das Frankfurter Projekt könnte hier als Vorbild dienen. Das Mahnmal ist Teil einer breiteren Initiative, Naturzerstörung in Städten sichtbar zu machen und politisch zu thematisieren.
Quellen: FAZ Online (DE)