Der traditionelle Erzeugermarkt in Frankfurt ist vorübergehend umgezogen: Statt wie gewohnt am Konstablerwache-Platz findet er nun an der Hauptwache und auf dem Roßmarkt statt. Der Grund ist eine temporäre Kunstinstallation, die den zentralen Platz in der Innenstadt bespielt. Doch für viele Händler bedeutet der Umzug eine deutliche Umsatzschwäche. „Wir haben hier weniger Publikum, weniger Durchgangsverkehr“, klagt eine Gemüsehändlerin, die seit Jahren auf dem Konstablerwache-Platz vertreten ist.
Der Konstablerwache gilt als einer der belebtesten Plätze der Stadt – besonders an Markttagen. Die neuen Standorte, obwohl zentral, erreichen nicht die gleiche Sichtbarkeit und Frequenz. Besonders kleinere Anbieter von Bio-Produkten, Käse oder selbstgemachten Spezialitäten leiden unter dem Wechsel. „Die Leute suchen uns erst mal an der alten Stelle“, sagt ein Marktorganisator. „Die Information über die Verlegung ist nicht bei allen angekommen.“
Trotz organisatorischer Unterstützung durch die Stadt und zusätzliche Hinweisschilder bleibt die Situation für die Händler schwierig. Viele hoffen auf eine baldige Rückkehr. Die Kunstinstallation, deren künstlerischer Wert von Experten gelobt wird, stößt bei den Marktteilnehmern auf gemischte Reaktionen. „Kultur ist wichtig“, so ein Händler, „aber nicht auf Kosten unserer Existenz.“ Die Stadt betont, dass die Verlegung nur befristet sei und in enger Abstimmung mit den Beteiligten erfolgt sei.
Quellen: FAZ Online