Gleisausbau in Frankfurt: Deutsche Bahn modernisiert Knotenpunkt Hauptbahnhof

Mitten durch das Frankfurter Stadtteil Niederrad verläuft eine Großbaustelle mit enormer strategischer Bedeutung: Die Deutsche Bahn erweitert dort das Gleisnetz, um den Verkehr rund um den Frankfurter Hauptbahnhof zu entlasten und zukünftig flüssiger zu gestalten. Der Ausbau ist Teil des Projekts „Knoten Frankfurt-Stadion“, das den gesamten Schienenverkehr in der Region modernisieren soll. Neben neuen Gleisen umfasst das Vorhaben auch den Neubau einer weiteren Mainbrücke, um Kapazitäten für Fern- und Regionalzüge zu schaffen.

Die Maßnahme ist notwendig, um den wachsenden Verkehr im Rhein-Main-Gebiet aufzufangen. Besonders Störungen im Knoten Frankfurt wirken sich mittlerweile europaweit aus – etwa bei ICE-Zügen nach Paris oder Amsterdam. Durch den zweigleisigen Ausbau im Bereich Niederrad entstehen zusätzliche Kapazitäten, die künftig für mehr Pünktlichkeit sorgen sollen. Bahn-Sprecher betonen, dass der Knoten Frankfurt neben Berlin-Spandau und München-Pasing zu den verkehrsreichsten und am stärksten belasteten in Deutschland gehört.

Trotz seiner Bedeutung bleibt das Projekt vielen Frankfurtern unbekannt. Die Baustelle liegt abseits der Innenstadt, im sogenannten Niemandsland zwischen Industriegebiet und Wohnquartier. Doch die Auswirkungen werden spürbar: In den kommenden Jahren sind Behinderungen im Schienenverkehr vorprogrammiert, vor allem bei Nacht- und Wochenendsperrungen. Langfristig verspricht die Bahn jedoch eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation – auch für Pendler aus dem Umland.

Quellen: FAZ Online