Frauenhaus in Halle feiert 30-jähriges Bestehen – Schutz für geflüchtete Frauen in Not

Seit 30 Jahren bietet das Flüchtlingsfrauenhaus in Halle betroffenen Frauen aus Kriegs- und Krisengebieten Schutz und Unterstützung. Die Einrichtung richtet sich an Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt, Zwangsheirat oder sogar Menschenhandel wurden. Viele der Frauen kommen traumatisiert an und benötigen nicht nur eine sichere Unterkunft, sondern auch psychosoziale Betreuung, Sprachkurse und Hilfe bei der Integration.

Das Projekt hat sich über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. Neben der akuten Krisenintervention vermittelt das Frauenhaus auch Beratung in rechtlichen Fragen, unterstützt bei Behördengängen und begleitet die Frauen auf dem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft. Die Mitarbeiterinnen betonen, dass das Haus nicht nur Schutzräume bietet, sondern auch Empowerment fördert.

Das Jubiläum wird dennoch bescheiden gefeiert – der Fokus bleibe auf der Arbeit vor Ort. Die Trägerorganisation hofft auf langfristige finanzielle Sicherheit, um das Angebot auch in Zukunft aufrechterhalten zu können. In Zeiten steigender sozialer Spannungen und politischer Debatten über Migration sei die Arbeit für gewaltbetroffene Frauen wichtiger denn je.

Quellen: MDR – Nachrichten