Am Sonntagvormittag hat eine Bombenfundeinheit in Nürnberg einen gefährlichen Fund gemacht: Auf dem Gelände von Siemens Energy im Stadtteil Gibitzenhof wurde eine 112 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der Blindgänger enthält nach Angaben der Feuerwehr etwa 56 Kilogramm Sprengstoff und stellte unmittelbare Gefahr dar.
Als Vorsichtsmaßnahme wurde umgehend eine großräumige Evakuierung eingeleitet. Rund 800 Beschäftigte verließen das Areal, während Experten der Kampfmittelbeseitigung die Umgebung sicherten. Die Entschärfung war für 16 Uhr geplant und fand unter höchster Sicherheitsstufe statt. Anwohner in einem Umkreis von mehreren hundert Metern wurden vorübergehend aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Die Fundstelle liegt in einem gewerblich dicht besiedelten Bereich der Stadt. Solche Blindgänger tauchen immer wieder in deutschen Großstädten auf – besonders bei Baumaßnahmen oder tiefergehenden Erdarbeiten. In Nürnberg erinnert der Vorfall daran, dass auch Jahrzehnte nach Kriegsende noch nicht alle Kampfmittel lokalisiert sind. Die Einsatzkräfte betonten, dass die Lage kontrolliert sei und keine weiteren Risiken bestünden.
Quellen: Süddeutsche Zeitung