In Nürnberg wurde am Wochenende ein ehrgeiziger kultureller Weltrekordversuch gestartet: In der St.-Jakob-Kirche spielten rund 1.800 Bläser aus verschiedenen Posaunenchören 72 Stunden lang nahezu ohne Pause Blasmusik. Organisiert von regionalen und überregionalen Chören, trat jede Gruppe im Wechsel an, um die kontinuierliche Darbietung sicherzustellen.
Der Versuch, den längsten zusammenhängenden Blasmusik-Auftritt der Welt zu realisieren, begann am Freitag und endete am Montagmorgen. Zwischen den Stücken gab es kurze Übergangsphasen, aber keine Unterbrechung der akustischen Präsenz. Die Veranstaltung wurde dokumentiert und wird nun durch eine unabhängige Institution auf Regelmäßigkeit und Dauer geprüft.
Neben dem sportlich-kulturellen Ehrgeiz steht auch die Gemeinschaft im Vordergrund. Posaunenchöre aus ganz Bayern und darüber hinaus beteiligten sich, viele von ihnen ehrenamtlich aktiv in kirchlichen oder kommunalen Kontexten. Das Projekt soll zudem Aufmerksamkeit für den Erhalt traditioneller Musikformen schaffen. Sollte der Rekord bestätigt werden, wäre es ein herausragender Moment für die regionale Kulturlandschaft – und ein Zeichen dafür, wie Tradition und Engagement in der heutigen Zeit miteinander verbunden werden können.
Quellen: ZDF Heute – Nachrichten