Anjes Tjarks, grüner Verkehrssenator der Freien und Hansestadt Hamburg, hat angesichts der jüngsten politischen Entwicklungen in Deutschland zu einem konstruktiven Dialog auch mit unpopulären politischen Kräften aufgerufen. Am Tag nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt betonte Tjarks, dass politische Herausforderungen wie der Wohnungsbau, die Verkehrswende und die urbane Entwicklung nur gemeinsam zu lösen seien – auch wenn dies unbequeme Gespräche erfordere.
„Wir werden auch mit Leuten reden müssen, mit denen viele nicht reden wollen“, sagte Tjarks bei der Eröffnung eines neuen Radwegabschnitts im Hamburger Stadtteil Altona. Er betonte, dass Brückenbau nicht nur städtebaulich, sondern auch politisch gemeint sei. Der Grünen-Politiker plädierte dafür, den Diskurs nicht nur innerhalb der etablierten Parteien zu führen, sondern auch jene einzubeziehen, deren Ansichten man kritisch sehe – solange sie demokratische Spielregeln akzeptierten.
Tjarks‘ Äußerungen fallen in eine Zeit intensiver Debatten über politische Polarisierung in Deutschland. Während einige seine Haltung als mutig und verantwortungsvoll loben, warnen andere vor einer Normalisierung von Parteien, deren politische Grundhaltung als menschenfeindlich eingestuft wird. Dennoch bleibt Tjarks bei seiner Haltung: „Ohne Dialog entstehen keine Lösungen. Und Hamburg braucht Lösungen – nicht Symbolpolitik.“
Quellen: Welt Online