Der Hamburger SV steckt nach der fulminanten 0:5-Niederlage gegen den FSV Mainz 05 in der tiefsten Krise seiner jüngeren Bundesligageschichte. Die Pleite im ausverkauften Volksparkstadion ist nicht nur die höchste Heimniederlage seit Bestehen der Bundesliga, sondern auch ein Symbol für die sportliche Enttäuschung, die der traditionsreiche Klub derzeit durchlebt. Mit null Punkten aus drei Spielen steht der HSV erstmals in seiner Bundesliga-Historie als Tabellenletzter da.
Trainer Merlin Polzin sieht sich unter massivem Druck. Sein mutiger Transferkurs im Sommer, der mit teuren Neuzugängen wie Vieira und Costa aufbruchstimmung setzen sollte, droht sich als Fehlgriff zu entpuppen. Viele der neuen Spieler fehlten noch an Spielintelligenz und Abstimmung, während die Abwehr mehrfach auseinanderbrach. Die Kritik aus der Fangemeinde ist deutlich: „Wir haben zu viel Neues gewagt, ohne die Stabilität zu sichern“, hieß es in der Süddeutschen Zeitung.
Der Fehlstart wirft auch finanzielle Fragen auf. Der HSV hat im Sommer Rekordsummen in den Kader investiert – doch statt europäischer Ambitionen droht nun ein Abstiegskampf. Experten warnen vor einer Rückkehr in die zweite Liga, die an die dunklen Jahre des Vereins erinnern würde. Polzin hat nun wenig Zeit, die Mannschaft zu stabilisieren, bevor das Vertrauen der Fans endgültig schwindet.
Quellen: FAZ Online, Süddeutsche Zeitung, ntv – Nachrichten