In Kassel hat die Entdeckung eines großflächigen Hakenkreuzes an einer städtischen Sportanlage für Empörung und Ermittlungen des Staatsschutzes gesorgt. Das Symbol, vier mal vier Meter groß, war offenbar mit Farbe auf den Asphalt gebannt worden. Die Polizei bestätigte die Tat und leitete umgehend ein Verfahren wegen Volksverhetzung ein.
Der Fund wurde am frühen Morgen von Reinigungskräften gemeldet, die die Sportstätte vorbereiteten. Die Stelle wurde abgesperrt, Spuren gesichert. Ermittler prüfen nun, wann und von wem die rechtswidrige Symbolik angebracht wurde. Aufgrund der Größe und Präzision des Symbols gehen die Behörden von einer gezielten Aktion aus, möglicherweise in der Nacht zuvor.
Die Stadt Kassel verurteilte die Tat in einer Stellungnahme als „eine Schande und eine Provokation gegenüber allen, die sich für ein demokratisches und friedliches Miteinander einsetzen“. Oberbürgermeisterin und lokale Vereine riefen zur Solidarität auf und kündigten eine gemeinsame Aktion zur Übermalung des Symbols mit friedlichen Botschaften an.
Die Polizei bittet Zeugen, die in der betroffenen Gegend verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich unter einer speziellen Hotline zu melden. Auch Videoaufnahmen aus privaten Überwachungskameras könnten Hinweise liefern. Der Staatsschutz prüft, ob die Tat im Umfeld rechtsextremer Strukturen steht.
Die Sportanlage bleibt vorübergehend für den öffentlichen Gebrauch gesperrt, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind und die Fläche saniert wurde. Antidiskriminierungsgruppen in Hessen warnen vor einer Zunahme solcher Taten und fordern konsequentere Präventionsmaßnahmen.
Quellen: T-Online Nachrichten