Waldbrand in Südosthessen: Behörden fordern Duschverzicht zur Wassereinsparung

In Südosthessen bei Rodenbach ist ein schwerer Waldbrand ausgebrochen, der Tausende Quadratmeter Mischwald in Brand gesetzt hat. Mittlerweile ist das Feuer laut Feuerwehr unter Kontrolle, doch die Löscharbeiten laufen weiter auf Hochtouren. Aufgrund des extrem hohen Wasserverbrauchs hat der zuständige Wasserversorger im Main-Kinzig-Kreis die Bevölkerung eindringlich gebeten, vorübergehend auf das Duschen zu verzichten, um die Trinkwasserspeicher zu schonen.

Die Brandursache ist bislang unklar. Ermittler schließen Brandstiftung nicht aus, wie aus Kreisen der Polizei verlautete. Die Flammen breiteten sich rasch aus, begünstigt durch anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen. Einsatzkräfte aus mehreren Landkreisen unterstützten die Löscharbeiten, darunter auch Hubschrauber, die Wasser aus nahegelegenen Seen entnahmen.

Der Main-Kinzig-Kreis betonte, dass die Trinkwasserversorgung aktuell nicht gefährdet sei, doch zur Vorsorge müssten Einsparungen vorgenommen werden. Neben dem Duschverzicht werden auch Einschränkungen beim Gießen von Gärten und der Nutzung von Sprinkleranlagen empfohlen. Bürger sollen stattdessen nur das Nötigste – wie Toilettenspülung oder Geschirrspülung – nutzen.

Umweltschützer warnen vor langfristigen Schäden durch die Trockenheit und fordern eine stärkere Anpassung der Wälder an den Klimawandel. In den kommenden Tagen soll eine Schadensbilanz erstellt werden, während die Feuerwehr weiterhin Wachsamkeit ankündigt – besonders bei anhaltender Hitze.

Quellen: Der Tagesspiegel, Welt Online, ntv – Nachrichten