Ab dem kommenden Schuljahr hat jedes Erstklässler-Kind in Deutschland einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Während die meisten westdeutschen Bundesländer diesen Anspruch nicht erfüllen können, nimmt Hamburg eine Vorreiterrolle ein: In der Hansestadt steht ausreichend Platz zur Verfügung, sodass alle betroffenen Kinder betreut werden können.
Laut einer Analyse des SPIEGEL hinken die meisten westdeutschen Länder bei der Umsetzung hinterher – aus unterschiedlichen Gründen wie fehlendem Personal, baulichen Engpässen oder verzögerten Bauprojekten. Hamburg hingegen hat frühzeitig in die Erweiterung der Ganztagskapazitäten investiert und setzt auf enge Kooperation zwischen Schulen, Trägern und der Bezirksverwaltung.
Die Hamburger Bildungspolitik betont, dass die Betreuung nicht nur zeitlich, sondern auch qualitativ anspruchsvoll gestaltet werde. Neben Unterricht und Hausaufgabenbetreuung sind Angebote wie Sport, Musik und Hausaufgabenbetreuung fester Bestandteil des Ganztagsprogramms.
Die Bundesregierung hatte die Rechtsanspruchseinführung für Ganztagsplätze in Grundschulen als Teil der Familienpolitik gestärkt, um berufstätige Eltern zu entlasten und Bildungschancen zu verbessern. Hamburg zeigt nun, dass die Umsetzung möglich ist, wenn rechtzeitig geplant und investiert wird.
Quellen: Spiegel Online