Hauseinsturz in Görlitz: Haftbefehl gegen zwei Metalldiebe – drei Tote

Ein verheerender Hauseinsturz in der sächsischen Stadt Görlitz hat am Montag drei Todesopfer gefordert. Laut Polizei stürzte ein Mehrfamilienhaus in der Innenstadt plötzlich in sich zusammen, was zu einer umfangreichen Rettungsaktion und anschließender Polizeiermittlung führte. Die Staatsanwaltschaft erließ kurz darauf Haftbefehle gegen zwei Verdächtige – einen Afghanen und einen Polen –, die bereits in Untersuchungshaft saßen, jedoch nicht wegen dieses Vorfalls.

Den Ermittlungen zufolge sollen die beiden Männer illegal in das Gebäude eingedrungen sein, um Kabel und Metallbauteile zu stehlen. Dabei hätten sie tragende Wände beschädigt, was letztlich zum Einsturz führte. Beide befinden sich nach wie vor in U-Haft, und die Justiz prüft nun, inwieweit sie strafrechtlich für die tödlichen Folgen verantwortlich gemacht werden können. Die Ermittlungen dauern an.

Görlitz liegt direkt an der deutsch-polnischen Grenze und ist für seine historische Altstadt bekannt. Der Vorfall wirft erneut Fragen nach der Sicherheit leerstehender Gebäude und der Bekämpfung von Metallkriminalität auf, die in der Region zuletzt zugenommen hat.

Quellen: Welt Online, MDR – Nachrichten