Die Schließung mehrerer Filialen der Baumarktkette Hellweg wirft in Thüringen lange Schatten. Nach aktuellem Stand sollen vier Märkte im Bundesland geschlossen werden, was die Existenz von bis zu 140 Mitarbeitern bedroht. Die Entscheidung folgt auf die Insolvenz des Unternehmens, die bereits im Sommer bekanntgegeben wurde.
Bisher betrieb Hellweg Standorte unter anderem in Gera, Jena, Erfurt und Nordhausen. Diese gelten nun als besonders gefährdet. Lokale Wirtschaftsförderer sowie Gewerkschaften zeigen sich alarmiert. Besonders in kleineren Städten könnte der Wegfall eines großen Baumarkts nicht nur Arbeitsplätze kosten, sondern auch die regionale Versorgung beeinträchtigen.
Die Landesregierung hat angekündigt, Gespräche mit Investoren und potenziellen Käufern zu unterstützen, um zumindest Teile der Standorte zu retten. Bislang gibt es jedoch keine konkreten Zusagen. Arbeitnehmervertreter warnen vor sozialen Härten, insbesondere da viele Beschäftigte langjährige Verträge hatten und regional stark verwurzelt sind.
Die Entwicklung zeigt einmal mehr die wirtschaftlichen Herausforderungen im Einzelhandel, besonders im ländlichen Raum. Experten fordern, dass bei künftigen Strukturwandel-Prozessen stärker auf Nachfolgelösungen gesetzt wird, um regionale Infrastruktur und Arbeitsplätze zu sichern.
Quellen: MDR – Nachrichten