Hessen führt feste Lesezeiten an Grundschulen ein

Ab dem neuen Schuljahr gilt in hessischen Grundschulen eine verbindliche Lesezeit, um die Sprach- und Lesefähigkeiten von Kindern systematischer zu fördern. Das Kultusministerium betont, dass die Maßnahme Teil eines umfassenden Pakets zur Verbesserung der Bildungsqualität sei. Neben der festen Lesezeit sollen auch gezielte Maßnahmen zur Stärkung des Mathematikunterrichts eingeführt werden.

Der hessische Bildungshaushalt steigt gleichzeitig auf ein Rekordniveau, was als Investition in kleinere Klassen, mehr Sonderpädagogen und bessere Schulinfrastruktur genutzt werden soll. Die Landesregierung sieht darin die Grundlage für eine individuellere Förderung aller Schülerinnen und Schüler.

Die Opposition kritisiert jedoch, dass digitale Bildung in den Maßnahmen zu kurz komme. „Lesen und Rechnen sind wichtig, aber digitale Kompetenzen gehören ebenso zur Zukunft“, so ein Sprecher der Grünen im Landtag. Dennoch begrüßen Lehrerverbände und Elternverbände die zusätzliche Förderung im Bereich Lesen als sinnvollen Schritt gegen Sprachdefizite, insbesondere nach den Lernrückständen der vergangenen Jahre.

Quellen: FAZ Online