Hessens Familienförderung ausgeweitet: Mehr Landesgelder für Haushalte mit Kindern

Hessen baut seine Förderung für Familien beim Erwerb von Wohneigentum weiter aus. Wie das hessische Finanzministerium mitteilte, hat sich der Anteil der Haushalte mit Kindern an der Gesamtfördersumme des Landes für den Ersterwerb von Wohnraum deutlich erhöht. Die Maßnahme soll dabei helfen, jungen Familien den Einstieg in die Eigentumsbildung zu erleichtern – besonders in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt wie Frankfurt, Wiesbaden oder Darmstadt.

Seit Inkrafttreten des Förderprogramms wurden bereits mehrere tausend Anträge bewilligt, wobei der Anteil familienbezogener Anträge kontinuierlich stieg. Laut Ministerium seien systematische Mitnahmeeffekte ausgeschlossen, da strenge Kriterien zur Einkommenshöhe, Wohnfläche und Verbleibeverpflichtung gelten. Die Mittel fließen sowohl in Neubauvorhaben als auch in den Kauf bestehender Immobilien, solange es sich um den ersten selbstgenutzten Wohneigentumserwerb handelt.

Die Politik sieht in der gezielten Familienförderung einen Schlüssel zur langfristigen Stabilisierung des Wohnmarktes. Gleichzeitig soll so dem Trend entgegengewirkt werden, dass junge Familien aufgrund steigender Preise aus Ballungsräumen abwandern. Kritiker fordern jedoch, dass zusätzlich mehr sozialer Wohnungsbau gefördert werden müsse, um breitere Bevölkerungsschichten zu erreichen. Dennoch gilt das Programm als Erfolg – und könnte Modell für andere Bundesländer werden.

Quellen: FAZ Online