Beim diesjährigen Highfield-Festival am Störmthaler See in Sachsen hat eine Ära möglicherweise ihr Ende gefunden. Tausende Musikbegeisterte feierten bei Temperaturen über 35 Grad das traditionsreiche Open-Air, das erstmals 1997 stattfand und sich zu einem der wichtigsten deutschen Indie- und Rock-Festivals entwickelte. Doch in diesem Jahr liegt eine unüberhörbare Abschiedsstimmung über dem Gelände: Veranstalter haben bisher keine Zusage für eine Fortsetzung im kommenden Jahr abgegeben.
Die extreme Hitzewelle erschwert den Besuchern nicht nur die Teilnahme, sondern wirft auch Fragen nach der langfristigen Tragfähigkeit des Events auf. Der trockene Sommer hat den See stärker geschrumpft als je zuvor, was die Infrastruktur und Versorgung beeinträchtigt. Gleichzeitig bleibt das Festival ein kultureller Höhepunkt für die Region um Leipzig und ein Magnet für junge Menschen aus ganz Ostdeutschland.
Obwohl die Stimmung auf den Bühnen euphorisch bleibt, äußern viele Besucher Bedenken über die Zukunft des Festivals. „Es fühlt sich an wie ein letzter Tanz“, sagte ein Besucher gegenüber dem MDR. Ob strukturelle Probleme, Klimawandel oder finanzielle Unsicherheiten den Ausschlag geben werden – eines ist klar: Das Highfield-Festival 2026 könnte Geschichte schreiben – als letzte Ausgabe einer legendären Veranstaltung.
Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 14.08.2026 17:41)