Am Frankfurter Flughafen spielt sich tagtäglich ein stiller Kampf gegen extreme Wetterbedingungen ab – nicht in den klimatisierten Terminals, sondern direkt auf dem Vorfeld. Hier, wo der Asphalt unter der Sonne kocht, arbeiten Mitarbeiter der Flugzeugabfertigung unter harten Bedingungen. Bei Temperaturen, die lokal über 50 Grad erreichen können, sichern sie Lasten, beladen Frachträume und führen Sicherheitschecks durch.
Julian Gzim Rexhepi, Abfertiger am Flughafen, beschreibt die Arbeitsrealität: „Man fühlt sich, als stünde man in einem Glutofen. Die Hitze reflektiert vom Beton, und die Düsentriebwerke heizen zusätzlich auf.“ Die Beschäftigten tragen dabei oft schwere Schutzanzüge und Atemschutz, was die körperliche Belastung weiter erhöht. Trotzdem laufen die Prozesse mit militärischer Präzision ab – jeder Flug hat einen engen Zeitplan.
Der Flughafenbetreiber Fraport betont, dass Hitzeschutzmaßnahmen wie verstärkte Wasserversorgung, Schattenzonen und angepasste Schichtpläne gelten. Doch Gewerkschaften fordern mehr: längere Pausen, bessere Kühlkleidung und strukturelle Anpassungen, um die Gesundheit der Beschäftigten dauerhaft zu schützen. Angesichts des Klimawandels und immer häufigeren Hitzewellen wird das Thema zur Dauerbelastung – nicht nur für die Maschinen, sondern vor allem für die Menschen am Boden.
Quellen: FAZ Online