Ein grausamer Mordfall aus Frankfurt hat am Freitag vor dem Landgericht sein juristisches Ende gefunden: Ein Mann muss lebenslang hinter Gittern, nachdem er seine Ehefrau aus dem 22. Stock eines Frankfurter Hotels in die Tiefe gestoßen hatte. Das Gericht ist überzeugt, dass der Mann die Tat gezielt geplant hatte – unter anderem, indem er zuvor nach Hotels mit hoch gelegenen Zimmern suchte.
Das Paar hatte sich zu einem vermeintlichen Versöhnungstreffen verabredet. Das Hotelzimmer im Stadtteil Bahnhofsviertel bot den perfekten Ort für den hinterhältigen Plan. Als die Frau arglos auf dem Balkon stand, stieß der Angeklagte sie mit voller Wucht nach unten. Sie starb noch am Ort des Geschehens. Laut Staatsanwaltschaft wollte der Mann eine kostspielige Scheidung und Unterhaltszahlungen vermeiden.
Die Tat schockierte die Öffentlichkeit und löste eine umfassende Ermittlung aus. Das Gericht sprach von einem besonders schweren Fall von Mord mit Heimtücke. Der Vorsitzende Richter betonte die kaltblütige Planung und die emotionale Verratshandlung gegenüber der vertrauensvollen Ehefrau. Der Angeklagte zeigte während der Verhandlung keine Regung.
Quellen: ntv – Nachrichten, FAZ Online