Hoffnung für Fatigue-Patienten: Elektrische Stimulation zeigt Wirkung in Magdeburger Studie

In Magdeburg bahnt sich ein medizinischer Durchbruch für Menschen mit chronischer Fatigue an. Forscher der Universitätsklinik untersuchen, ob transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) die krankhafte Erschöpfung bei Betroffenen dauerhaft lindern kann. Die Methode nutzt schwachen elektrischen Strom, um bestimmte Hirnareale gezielt zu stimulieren. Erste Teilnehmer der Studie berichten von deutlich mehr Energie, verbesserter Konzentration und einer neuen Lebensqualität.

Fatigue, eine komplexe Form krankhafter Erschöpfung, tritt oft im Anschluss an Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder neurologische Leiden wie Multiple Sklerose auf. Bisher gibt es kaum wirksame Therapien. Die Magdeburger Studie bietet nun Hoffnung: Bei mehreren Probanden zeigten sich bereits nach wenigen Sitzungen messbare Fortschritte. „Ich konnte nach Jahren wieder zwei Stunden am Stück etwas tun, ohne danach im Bett liegen zu müssen“, berichtete eine Teilnehmerin anonym.

Das Forscherteam unter Leitung von Prof. Dr. Lena Hartwig betont, dass die Ergebnisse vorläufig sind, aber vielversprechend. Weitere klinische Tests sollen folgen, um die Langzeitwirkung und Sicherheit der Methode zu überprüfen. Sollte sich der Erfolg bestätigen, könnte die tDCS-Therapie bald fester Bestandteil der Behandlung werden. Für Tausende Betroffene in Sachsen-Anhalt und bundesweit wäre das eine bedeutende Entlastung.

Quellen: MDR – Nachrichten, MDR – Deutschland