Der hessische Immobilienmarkt zeigt deutliche Anzeichen einer Abkühlung, insbesondere in Großstädten wie Frankfurt am Main. Laut einer aktuellen Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft steigen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen bundesweit langsamer – in ausgewählten Ballungsräumen ist sogar ein leichter Rückgang zu verzeichnen.
Frankfurt zählt dabei zu den Städten, in denen sich die Preisdynamik dreht. Nach Jahren starken Wachstums infolge hoher Nachfrage und begrenztem Angebot normalisiert sich der Markt. Gründe dafür liegen unter anderem in der anhaltend hohen Zinsbelastung, die Finanzierungen erschwert, sowie in einer zunehmenden Vorsicht bei Käufer*innen.
Das Kieler Institut führt den Trend auf strukturelle Veränderungen im Finanz- und Baubereich zurück. Auch die gestiegene Zahl an Neubauprojekten in zentralen Lagen trägt dazu bei, dass sich das Kräfteverhältnis zwischen Nachfrage und Angebot verschiebt. Expert*innen erwarten, dass dieser Prozess in den kommenden Monaten weiter fortschreiten wird – besonders in wirtschaftsstarken, aber dicht besiedelten Regionen wie dem Rhein-Main-Gebiet.
Trotz der Entspannung bleibt die Lage für Mieter*innen angespannt, da Mietpreise unabhängig von den Entwicklungen beim Eigentumserwerb agieren. Langfristig könnte die Marktkorrektur jedoch neue Chancen für potenzielle Käufer*innen eröffnen, die bisher vom Markt verdrängt wurden.
Quellen: Der Tagesspiegel