Kachelmann warnt vor Extremwetter in Frankfurt

Der bekannte Meteorologe Jörg Kachelmann hat im F.A.Z.-Podcast „Für Deutschland“ eindringlich vor den Gefahren extremer Wetterereignisse in Hessen gewarnt. Besonders Frankfurt, mit seiner dichten Bebauung und vielen Hochhäusern, sei anfällig für plötzliche Sturzfluten, Hitzewellen und Dürreperioden – Entwicklungen, die durch den Klimawandel verstärkt würden.

Kachelmann bezeichnete eine Tornadowarnung für Frankfurt als ‚Horrorvorstellung‘, betonte aber, dass solche Szenarien aufgrund der sich verändernden Wetterlage nicht mehr ausgeschlossen werden könnten. Er kritisierte zudem eine verbreitete ‚Inshallah-Haltung‘ in der Bevölkerung und bei Behörden – eine Art Resignation gegenüber der Planung für extreme Wetterlagen.

Der Experte forderte eine stärkere Vernetzung von Wissenschaft, Politik und Stadtplanung, um Infrastrukturen widerstandsfähiger zu machen. Dazu gehörten bessere Entwässerungssysteme, mehr Grünflächen zur Kühlung und ein Umdenken in der Bauplanung. Kachelmann rügte auch die Berichterstattung über Wetterphänomene, die oft Mythen verbreite, statt Fakten zu liefern – und nannte dabei sogar die F.A.Z. als Beispiel.

Quellen: FAZ Online