Katamaran-Unfall am Bodensee: Zwölf Verletzte nach Hafenmauer-Kollision in Konstanz

Ein schwerer Unfall hat sich am Donnerstagmorgen am Bodensee ereignet: Ein Katamaran der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) ist kurz vor der Ankunft im Hafen von Konstanz gegen eine Hafenmauer geprallt. Der Vorfall ereignete sich gegen 8:50 Uhr, als das Schiff auf seinem regulären Linienweg aus Lindau kommend in den Hafen einfahren wollte.

Bei dem Aufprall wurden insgesamt zwölf Personen verletzt, darunter auch mehrere schwer Verletzte. Wie die örtliche Feuerwehr mitteilte, befanden sich etwa 150 Passagiere an Bord. Rettungskräfte waren innerhalb weniger Minuten vor Ort und versorgten die Verletzten direkt am Kai. Die schwersten Fälle wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht, darunter das Universitätsklinikum Konstanz. Die meisten Verletzungen sind laut Mediziner als Prellungen, Schnittwunden und Bänderrisse einzustufen.

Die genaue Unfallursache ist noch unklar. Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest hat bereits eine Untersuchung eingeleitet. Augenzeugen berichten von einem plötzlichen Ruck, gefolgt von einem lauten Knall. Ein Passagier beschrieb gegenüber der Presse, dass das Schiff „kurz vor dem Anlegen plötzlich nach rechts abgeschert“ sei. Die technische Integrität des Schiffes wird derzeit überprüft. Der Katamaran bleibt vorerst außer Betrieb.

Die Auswirkungen auf den Schiffsverkehr am Bodensee sind derzeit begrenzt: Die BSB haben Ersatzfahrzeuge bereitgestellt, um den Fahrplan weitgehend aufrechtzuerhalten. Dennoch kam es zu Verspätungen auf mehreren Linien. Die Stadt Konstanz und die Schifffahrtsgesellschaft kondolieren den Betroffenen und kündigten an, Unterstützung bei der Aufarbeitung des Vorfalls zu leisten. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und befragt derzeit Kapitän sowie Crewmitglieder.

Quellen: ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel