Kinderunfälle in Berlin: 333 verletzt oder getötet im ersten Halbjahr

In Berlin kam es im ersten Halbjahr 2026 zu insgesamt 455 Verkehrsunfällen, an denen Kinder als aktive Teilnehmer beteiligt waren. Bei diesen Unfällen wurden 333 Kinder verletzt, eines starb. Die Daten, erhoben durch die Senatsverwaltung für Mobilität, deuten auf regionale Schwerpunkte hin: Der Bezirk Pankow weist die höchste Zahl an betroffenen Kindern auf.

Die Unfalldaten umfassen Fußgänger, Radfahrer und Rollerfahrer unter 18 Jahren. Expert:innen fordern dringend bessere Infrastruktur, insbesondere an unsicheren Kreuzungen, fehlenden Radwegen und unzureichend gesicherten Schulwegen. In Pankow sollen nun gezielt Sicherheitsaudits durchgeführt werden.

Verkehrspolitiker:innen warnen, dass viele Straßen weiterhin auf Autoverkehr optimiert seien, statt kindgerecht gestaltet zu sein. „Wir brauchen Tempo 30 in allen Wohngebieten, mehr Begegnungszonen und flächendeckende Fahrradschulen“, sagt eine Sprecherin der Berliner Verkehrswende. Die Zahl der tödlichen Unfälle unterstreicht die Dringlichkeit – jedes verhinderte Unglück sei ein Erfolg.

Quellen: Der Tagesspiegel