In Mecklenburg-Vorpommern spitzt sich das Rennen vor der anstehenden Landtagswahl zu. Laut einer aktuellen INSA-Umfrage liegt die AfD nur noch knapp vor der SPD – mit einem Rückstand von lediglich zwei Prozentpunkten. Die Zahlen deuten auf ein äußerst enges Ergebnis hin, das die politische Landschaft des Bundeslandes entscheidend verändern könnte.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) führt seit Jahren die Landesregierung und setzt in diesem Wahlkampf auf eine klare Abgrenzung gegenüber der AfD. Ihre Strategie der „klaren Kante“ scheint nun kurz vor der Wahl erste Erfolge zu zeigen. Dennoch bleibt die AfD weiter Spitzenreiter in den Umfragen, was Sorgen über eine mögliche Regierungsbeteiligung der Rechtspopulisten weckt.
Die derzeitige Regierungskoalition aus SPD, CDU und Grünen würde laut der Umfrage keine Mehrheit mehr erreichen. Damit rückt die Frage nach möglichen neuen Bündnissen in den Fokus. Die CDU, die in früheren Umfragen deutlich abgeschlagen lag, versucht derzeit, aus der Mitte heraus Einfluss zu gewinnen, während die AfD auf ihrer Polarisierungsstrategie beharrt.
Am Wahltag selbst wird sich zeigen, ob Schwesigs Aufholjagd trägt. Auf Rügen und in anderen touristisch wichtigen Regionen sorgt man sich laut Berichten darüber, ob ein Erfolg der AfD negative Auswirkungen auf die Besucherzahlen haben könnte. Die Stimmung im Land bleibt angespannt, die Wahlbeteiligung könnte entscheidend sein.
Quellen: Welt Online, Der Tagesspiegel, T-Online Nachrichten, ARD Tagesschau – Inland