Kulturinstitutionen in Sachsen-Anhalt warnen vor AfD-Politik

In Sachsen-Anhalt äußern mehrere Kulturakteure ernste Bedenken gegenüber den kulturpolitischen Plänen der AfD. Die Direktorin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Dr. Claudia Schreiber, betont, dass eine solche ‚patriotische Wende‘ in der Kulturpolitik nicht nur die Vielfalt der kulturellen Angebote gefährde, sondern auch das gesellschaftliche Klima im Bundesland nachhaltig beeinträchtigen könnte.

Die AfD, die sich in ihrem Wahlprogramm für eine stärkere staatliche Einflussnahme in der Kultur ausgesprochen hat, erntet von den Kulturinstitutionen deutliche Kritik. Diese warnen, dass eine einseitige Förderung von Kunst und Kultur im Sinne nationalistischer Ideologien die Entwicklung eines pluralistischen und offenen Kulturlebens in Sachsen-Anhalt gefährden könnte. ‚Kunst darf nicht politisch instrumentalisiert werden‘, so Schreiber weiter.

Die Diskussion um die Kulturpolitik wird vor dem Hintergrund der bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt geführt. Der Druck auf die Kulturinstitutionen, sich klar zu positionieren, wächst, da die AfD in den Umfragen an Zustimmung gewinnt. Die Direktorin der Kunststiftung ruft daher alle Beteiligten dazu auf, sich für eine freie und vielfältige Kultur einzusetzen.

Quellen: MDR – Nachrichten