Mario Voigt: „Bis 2029 knacken wir in Thüringen den Code der AfD“

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat im Interview deutlich gemacht, dass seine Partei die AfD im Freistaat bis zur nächsten Landtagswahl 2029 dauerhaft überholen will. „Wir arbeiten daran, den Code der AfD zu knacken“, sagte Voigt und meinte damit sowohl die inhaltliche Debatte als auch die Mobilisierung bisher unentschlossener Wähler. Seine CDU setze auf klare Werte, Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität und eine moderne Bildungspolitik, um Vertrauen zurückzugewinnen.

Voigt verteidigte zudem die fortgesetzte Zusammenarbeit mit der Linken im Landtag, die für einige kommunale Mehrheiten notwendig sei. „In Thüringen geht es nicht um ideologische Reinheit, sondern um handlungsfähige Politik für die Menschen“, betonte er. Diese pragmatische Haltung sorge dafür, dass wichtige Gesetze etwa zur Digitalisierung oder Infrastruktur auch gegen den Widerstand der AfD beschlossen werden könnten.

Zugleich stellte sich Voigt klar hinter Friedrich Merz als Kanzlerkandidat der Bundes-CDU. „Merz steht für eine starke, verlässliche Führung in schwierigen Zeiten – genau das braucht Deutschland.“ Angesichts sinkender Umfragewerte bundesweit hofft Voigt, dass die Erfolge der Thüringer CDU als Vorbild dienen können. Dabei spiele auch die Bekämpfung von Armut und Energiearmut eine Rolle, zu der er konkrete Maßnahmen ankündigte – unter anderem durch sozial gestaffelte Nahverkehrstarife und energieeffiziente Sanierungen im sozialen Wohnungsbau.

Quellen: ZEIT Online – Deutschland