In Köln haben die Mietpreise im Juli 2026 den stärksten Anstieg unter allen deutschen Großstädten verzeichnet. Laut aktuellen Daten von Immobilienanalysten rückt die Domstadt damit an die Spitze der teuersten Wohnungsmärkte im Bundesgebiet. Die durchschnittliche Kaltmiete für eine Wohnung in zentraler Lage liegt mittlerweile bei über 16 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von fast 8 Prozent innerhalb eines Jahres.
Experten führen den Preisanstieg auf die hohe Nachfrage nach Wohnraum in Verbindung mit begrenztem Neubau zurück. Vor allem in Stadtteilen wie Ehrenfeld, Nippes und der Innenstadt sind freie Wohnungen knapp. Studierende, junge Berufstätige und Zugezogene sehen sich zunehmend mit Verdrängungseffekten konfrontiert. Die Zahl der Anträge auf Mietzuschüsse bei der Stadtverwaltung stieg im gleichen Zeitraum um 14 Prozent.
Im Gegensatz zu anderen Metropolen wie Berlin, wo die Mieten leicht sinken, zeigt sich in Nordrhein-Westfalen ein anderes Bild. Auch in Städten wie Düsseldorf und Münster sind die Preise stabil hoch, aber nicht so dynamisch wie in Köln. Die Landesregierung in Düsseldorf kündigte an, zusätzliche Mittel für den sozialen Wohnungsbau bereitzustellen, um der Entwicklung entgegenzuwirken. Dennoch warnen Mieterverbände vor einer fortschreitenden sozialen Spaltung im Wohnungsmarkt.
Quellen: Der Tagesspiegel