Die Sanierung der Grundschule am Weißen See in Berlins Bezirk Pankow zieht sich bereits seit acht Jahren hin – und löst zunehmend Kritik aus. In einer Sondersitzung des Bezirksparlaments werden am heutigen Tag unbequeme Fragen an den zuständigen Stadtrat gestellt, nachdem die Kosten für das Bauprojekt nach Schätzungen auf sechs Millionen Euro angewachsen sind.
Eltern, Lehrkräfte und Anwohner kritisieren die mangelnde Transparenz bei der Auftragsvergabe sowie Verzögerungen, die den Schulbetrieb nachhaltig beeinträchtigen. Die Baumaßnahmen seien immer wieder unterbrochen worden, was zu zusätzlichen Kosten geführt habe. Zudem bestehe weiterhin ein hoher Sanierungsbedarf an Gebäuden in ganz Berlin – besonders in älteren Bezirken wie Pankow.
Der Streit um das Projekt wirft ein Schlaglicht auf die strukturellen Probleme im Berliner Schulbau: lange Planungsphasen, bürokratische Hürden und ein Mangel an Kapazitäten bei der Bauverwaltung. Während andere Bundesländer mit schnelleren Modernisierungsprogrammen vorankommen, hinkt Berlin hinterher – mit Folgen für Kinder, Lehrkräfte und die Bildungsqualität.
Quellen: Der Tagesspiegel