Während einer emotionalen Gedenkveranstaltung für lesbische, schwule und queere Opfer von Diskriminierung und Gewalt in Potsdam hat ein Mitarbeiter der AfD die Anwesenden als „Regenbogenfaschisten“ beschimpft. Der Vorfall ereignete sich am Rande einer CSD-Gedenkfeier im Zentrum der Landeshauptstadt, bei der Hunderte Menschen der historischen und aktuellen Lage der LGBTQ+-Community gedachten.
Der Mann, identifiziert als bekannter rechter Streamer unter dem Pseudonym „Björn Banane“, drängte sich in die friedliche Versammlung und äußerte sich lautstark abwertend. Augenzeugen berichten von angespannten Szenen, bis Sozialminister René Wilke (Die Linke) persönlich auf den Störer zuging und ihn zur Rede stellte. Wilke verurteilte die Äußerungen als „feige, respektlos und menschenverachtend“.
Die Stadt Potsdam und die Organisatoren der Gedenkveranstaltung äußerten sich schockiert über den Vorfall. Die Polizei prüft, ob Anzeige wegen Volksverhetzung erhoben wird. Gleichzeitig betonten Vertreter der Zivilgesellschaft, dass solche Angriffe die Solidarität innerhalb der queeren Community nicht brechen könnten, sondern im Gegenteil stärkten.
Quellen: Der Tagesspiegel (DE, 29.07.2026 12:45)