Niedrigwasser in Brandenburger Flüssen: Trockenheit belastet Gewässer jenseits der Spree

Die anhaltenden Hitzeperioden und der ausbleibende Niederschlag führen in weiten Teilen Brandenburgs zu drastisch sinkenden Wasserständen in Flüssen und Seen. Neben der Spree zeigen aktuelle Messdaten der Landesumweltbehörde, dass auch Havel, Oder, Neiße und zahlreiche kleinere Nebenflüsse von extremer Trockenheit betroffen sind.

In einigen Abschnitten ist der Wasserstand so niedrig, dass Schifffahrtsrouten eingeschränkt oder unterbrochen werden müssen. Bei Forst an der Oder ist das Niveau bereits auf kritische Werte gesunken, was die Fischpopulation und die Wasserqualität gefährdet. Experten warnen vor langfristigen ökologischen Schäden, besonders in empfindlichen Feuchtgebieten und Naturschutzgebieten entlang der Flüsse.

Die Landesregierung erwägt Maßnahmen zur Schadensbegrenzung, darunter die gezielte Wasserzufuhr aus Reserven und verstärkte Kontrollen der Wasserentnahmen durch Landwirtschaft und Industrie. Gleichzeitig appelliert das Umweltministerium an die Bevölkerung, Wasserverbrauch zu reduzieren und Freizeitaktivitäten im und am Wasser verantwortungsvoll zu gestalten. Besonders betroffen sind Regionen im Osten und Südosten des Bundeslandes, wo die Niederschlagsmengen unter dem langjährigen Durchschnitt liegen.

Quellen: Der Tagesspiegel (DE, 29.07.2026 12:15)