Der Prozess um die schweren Ausschreitungen nach dem Fußball-Derby zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden hat am Montag vor dem Landgericht Magdeburg begonnen. Ein 29-jähriger Mann aus Aschersleben steht unter dem Vorwurf des versuchten Mordes an einem Polizeibeamten, der bei den Krawallen schwer verletzt wurde. Laut Anklage soll der Angeklagte den Beamten mit einem stumpfen Gegenstand am Kopf getroffen haben, wodurch dieser ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Zu den Vorwürfen machte der beschuldigte Mann bei der ersten Verhandlung keine Angaben. Sein Schweigen erschwert die Aufklärung der Ereignisse, die sich im Anschluss an das Bundesligaspiel am 15. Mai 2026 in der Innenstadt von Magdeburg ereigneten. Bei den Krawallen waren mehrere Polizisten verletzt worden, zahlreiche Fahrzeuge wurden beschädigt und Geschäfte geplündert. Die Staatsanwaltschaft geht von gezielter Gewalt gegen Einsatzkräfte aus.
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Der Prozess wird voraussichtlich mehrere Tage dauern. Weitere Ermittlungen gegen Mitverdächtige laufen weiter. Die Stadt Magdeburg und der 1. FC Magdeburg hatten nach den Vorfällen gemeinsam zu mehr Sicherheit bei Heimspielen aufgerufen. Die Polizei erwartet auch im kommenden Saisonstart eine erhöhte Präsenz, um Eskalationen frühzeitig zu begegnen.
Quellen: MDR – Nachrichten